Es war der Staat! – Kämpfen für Ayotzinapa

Zusammen mit anderen Gruppierungen veranstaltete die Juso Stadt Bern am Samstag, dem 22. November eine Solidaritätsaktion zur Unterstützung der Protestbewegung in Mexiko. Dazu verteilten wir Flyer und breiteten ein Transparent sowie die Fotos der 43 verschwundenen Studenten beim Bahnhofplatz aus.

Diese wurden am 26. September 2014 von der Polizei gestoppt, als sie die Stadt Iguala im Gliedstaat Guerrero verliessen. Die Polizei eröffnete das Feuer auf die Reisebusse der StudentInnen und brachte dabei 6 um. 17 weitere wurden verletzt. Der Rest wurde von der Polizei entführt und dem Drogenkartell „Guerreros Unidos“ übergeben. Glaubt man den Aussagen der Bandenmitglieder, sind die Studenten alle tot – gefoltert, ermordet und verbrannt. Den Auftrag hat der Bürgermeister von Iguala gegeben.

Die Studenten wurden bis jetzt noch nicht identifiziert, es wurden jedoch Massengräber gefunden. Seit 2006 gelten insgesamt 26‘000 Menschen als vermisst. Der Kampf gegen Drogenkartelle ist jedoch schwierig, da die Kartelle extrem stark mit dem Staat selbst verwoben sind.

Zur gleichen Zeit mobilisiert sich eine riesige StudentInnenbewegung. Das Instituto Politécnico Nacional (IPN) kämpft seit Wochen gegen Angriffe der Regierung auf die öffentliche Bildung. Es finden Solidaritätsstreiks in anderen Universitäten statt. Die Solidarität gilt einerseits dem Kampf des IPN und andererseits den verschwundenen StudentInnen.

  • Lückenlose Aufklärung der Gräueltaten, die den Studenten widerfahren sind!
  • Verurteilung und Bestrafung der Täter und aller Verantwortliche!
  • Solidarität mit den streikenden StudentInnen und Erfüllung all ihrer Forderungen!

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