Ein Geschenk für Bern

Die Juso wählt am 15. Januar weiblich. Bern braucht eine Frau an der Spitze – das erste Mal seit 825 Jahren!

Passant*innen staunten nicht schlecht: Was ist denn das für ein Geschenk? Das Tor zum Erlacherhof, feministisch eingepackt in lila Geschenkpapier, beschriftet mit einem grossen Schild. Der Erlacherhof, als Sitz des Stadtpräsidiums muss künftig ein Frauenraum sein!

Im Jahr 2017 soll endlich eine Frau in den Erlacherhof einziehen. Eine Stapi sollte das Resultat einer konsequenten Gleichstellungspolitik sein. Das Gleichstellungsgesetz ist seit 20 Jahren in der Bundesverfassung verankert, dennoch sind wir mit einer unbegründeten Lohndifferenz von 15% zwischen den Geschlechtern aber noch lange nicht bei einer reellen Gleichstellung angekommen. Bis heute herrscht eine Geschlechterdiskriminierung, Frauen werden immer noch als weniger qualifizieret für hohe Führungspositionen wahrgenommen. Ursula Wyss hat als Gemeinderätin bewiesen, dass sie dossierfest und führungserfahren ist. Dennoch unterliegt sie immer wieder Geschlechterstereotypen. Genau solche Vorurteile zeigen uns, es ist Zeit für die Stapi.

Doch nicht nur das Frauenargument bestätigt uns in unserer Wahl. Ursula Wyss ist ganz klar die linkere Kandidatin, mit einer klaren Linie, deutlichen Forderungen und viel Erfahrung auf allen Ebenen der Politik. Alec von Grafenried hingegen ist eng mit der bernischen Upper Class verbandelt, seine Meinung passt sich wie eine Windfahne immer dem Publikum an und er will sich ohne die notwendigen Erfahrungen in dieses Amt stürzen. „Wir wollen keine beliebige, unfassbare Politik ohne konkrete Positionen in der Stadt Bern, sondern eine solidarische, linke Politik, die Grundrechte verteidigt, den sozialen Ausgleich fördert und Freiräume schafft.“, sagt etwa Barbara Keller, Vorstand Juso Stadt Bern

“Wohin es führt, jemanden ohne entsprechende Erfahrungen in eine wichtige Position zu wählen, können wir bald in Amerika verfolgen. Aber bitte nicht in Bern.“, hält auch Vera Diener, Vorstand der Juso Stadt Bern, fest.

Die Wahl von Ursula Wyss wäre ein verspätetes Weihnachtsgeschenk für Bern. Nun liegt es an den Stimmberechtigten, das Geschenk anzunehmen.

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