Vorstoss für gratis Menstruationsartikel

Medienmitteilung der JUSO Bern des 14.11.2018

Durch Menstruationsartikel entstehen hohe Kosten, welche ausschliesslich von menstruierenden Menschen, vor allem Frauen*, getragen werden. Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen, verteilte die JUSO Bern am gestern Abend Blut in der ganzen Stadt Bern.
Zudem wird Lisa Witzig, Stadträtin der JUSO Bern, morgen im Parlament einen Vorstoss einreichen, welcher fordert, dass die Stadt Bern in ihren öffentlichen Gebäuden auf allen Toiletten Menstruationsartikel kostenfrei zur Verfügung stellt.
Gianna Fetz von der JUSO Bern meint dazu: «Was in einigen Jugendzentren und u.a. auch in der Stadt New York und in Schottland eingeführt wurde und sich bewährt hat, sollte auch die Stadt Bern implementieren. Die freie Verfügbarkeit von Hygieneprodukten nimmt menstruierenden Menschen Stress und Bedenken wegen Blutflecken und unangenehmen Situationen und entlastet kleine Portemonnaie.»
Madlen Schär, Vorstandsmitglied der JUSO Bern ergänzt: «Die Stadt würde somit einen offeneren Umgang mit dem Thema Menstruation pflegen, was gesellschaftlich dazu führt, dass die Tabuisierung der Periode abgeschwächt wird. Junge Mädchen* gehen nicht in die Schule weil sie sich die Produkte nicht leisten können und Angst haben ein Unfall könnte passieren. Zudem würde dieser Vorstoss dazu beitragen, die finanziellen Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu verringern und wäre ein wichtiger Teil für die Gleichstellung.»
Hygieneartikel sind ebenso notwendig wie beispielsweise Toilettenpapier – daher sollten sie auch so behandelt werden und überall gratis zur Verfügung stehen!

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Gianna Fetz – 079 220 32 50‬

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