Autor-Archiv für Barbara Keller

Bunt statt braun! Die JUSO Stadt Bern ruft zur Demonstration gegen Rechts auf.

Am 1. Dezember wollen sich die Faschist*innen der PNOS in der Region Bern zum Parteitag treffen. Nach erfolgreichen Protesten und Blockaden in Basel, ruft die JUSO Stadt Bern auch in Bern zur Demonstration gegen menschenfeindliche Weltanschauungen auf. Die Demonstration findet um 14:00 beim Klösterlistutz (Bärengraben) statt.

Am von der PNOS angekündigten Parteitag will sich die PNOS von der internationalen neofaschistischen Prominenz feiern lassen: So findet man Richard Spencer, Neonazi, prominenter Vertreter der amerikanischen White-Supremacy-Bewegung, krass frauen*feindlichen Ansichten und der ganzen Palette an reaktionärem Gedankengut auf der Gästeliste. Auch Eric Weber aus Basel und Vertreter*innen der rechtsextremen ungarischen Jobik-Partei wurden angekündigt. Artikel ansehen

Demo: Bunt statt braun!

Demo: 1.12.18, Klösterlistutz (Nahe beim Bärengraben), 14:00

Am 1. Dezember wollen sich Faschist*innen der PNOS in der Region Bern zum Parteitag treffen. Auf der Gästeliste finden wir einen Auszug der neofaschistischen Prominenz aus aller Welt: Richard Spencer, Neonazi, Vertreter der White-Supremacy Bewegung sowie antifeministischen Ansichten und der ganzen Palette von reaktionärem Gedankengut. Mit dabei sind auch Eric Weber und Ableger*innen der ungarischen Jobik. Was diese Menschen verbreiten und wofür sie einstehen ist Teil der Ideologie der PNOS und ein Angriff gegen alle unsere Mitmenschen. In den letzten Monaten profilierte sich die PNOS mit Texten gegen queere Menschen, klarer Haltung gegen das Recht auf Selbstbestimmung der Frau*, Unterstützung der Lebenschutzbewegung/ Marsch fürs Leben oder Aktionen gegen Migrant*innen – und erweitert die gesellschaftliche Akzeptanz für menschenfeindliche Ansichten.

Deshalb wollen wir bunt auf die Strasse gehen! Wir setzen ein Zeichen für ein solidarisches Zusammenleben, in dem Menschen nicht in Schubladen gesteckt werden. Wir stehen geschlossen zusammen gegen alle Angriffe von Rechts und kämpfen dafür, dass sich alle Menschen sicher und ohne Unterdrückung an der Gesellschaft teilnehmen und mitbestimmen können

Damit Menschen aus allen möglichen Lebensrealitäten mit uns auf die Strasse können, ist diese Demonstration bewilligt. Lasst die Spraydosen zu Hause – gemeinsam sind wir bunt und geschlossen sind wir stark. Kein Fussbreit dem Rassismus, Sexismus und der Queerophobie!

Am Montag 26.11 findet um 19:00 die zweite offene Sitzung statt. Kommt zahlreich und lädt eure Freund*innen ein. Zusätzliche Helfer*innen werden weiterhin gesucht.

https://www.facebook.com/events/192459611689674/

Vorstoss für gratis Menstruationsartikel

Medienmitteilung der JUSO Bern des 14.11.2018

Durch Menstruationsartikel entstehen hohe Kosten, welche ausschliesslich von menstruierenden Menschen, vor allem Frauen*, getragen werden. Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen, verteilte die JUSO Bern am gestern Abend Blut in der ganzen Stadt Bern.
Zudem wird Lisa Witzig, Stadträtin der JUSO Bern, morgen im Parlament einen Vorstoss einreichen, welcher fordert, dass die Stadt Bern in ihren öffentlichen Gebäuden auf allen Toiletten Menstruationsartikel kostenfrei zur Verfügung stellt. Artikel ansehen

Überall Polizei, nirgendwo Gerechtigkeit


Medienmitteilung der JUSO Stadt Bern: In der Nacht von Samstag auf Sonntag griff die Kantonspolizei die Besucher*innen der Schützenmatte auf brachiale Art und Weise an. Zuvor waren Beamt*innen grundlos auf den Vorplatz vorgedrungen und wurden verbal weggewiesen. Innert kürzester Zeit kam die Antwort in Form von Gren-Mob-Polizist*innen, Gummischrot und Reizstoff. Die JUSO Stadt Bern verurteilt diese krasse Machtdemonstration und fordert endlich Kontrolle über diese ungebändigte, brutale Institution.
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Für Demokratie statt Polizeistaat!

Am Montag erhielt die JUSO Stadt Bern vom Gemeinderat eine Antwort auf die interfraktionelle Interpellation zur Afrin-Demo des 7. Aprils. Mit ihren Angaben verunmöglicht die Kantonspolizei eine politische Aufarbeitung der Ereignisse. Diese verhindern auf undemokratische Weise die Arbeit des Gemeinderates und es Parlamentes. Deshalb fordert die JUSO Stadt Bern eine echte, unabhängige Kontrolle der Polizeiarbeit und die Wiedereinführung der Stadtpolizei. Artikel ansehen

Publibike: Ausdruck einer Politik für wenige

In den letzten Tagen und Wochen wurde viel über Publibike diskutiert. Vor allem operative Probleme standen in der Kritik. Velos können leicht geklaut werden, zudem ist das System nicht zuverlässig. Die JUSO Stadt Bern beschloss Stellung zu nehmen, da in der öffentlichen Debatte wichtige Punkte vollständig ausgelassen wurden. So sehen wir Publibike in erster Linie als Symptom einer fehlgeleiteten Politik. Artikel ansehen

Solidarität mit der Pride in Istanbul!

Am Sonntag dem 1. Juli sollte eine Pride in Istanbul stattfinden. Queere Menschen wollten friedlich durch die Strassen ziehen und zeigen, dass es auch Menschen gibt die nicht den konservativen Vorstellungen entsprechen. Doch die Regierung hat die Veranstaltung verboten, mit der Begründung sie könnte Ärger verursachen. Artikel ansehen

Lohnungleichheit beseitigen – Kapitalismus bekämpfen!

Auch im Jahr 2018 sind die Lohnunterschiede zwischen den Geschlech- tern noch immer massiv. Frauen* verdienen im Schnitt deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Dieser Zustand ist untragbar!
Frauen* verrichten auch heute noch einen gigantischen Teil der un- bezahlten Arbeit und verdienen auch sonst deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Männer* erhalten also mehr Lohn, alleine aus dem Grund, wie sie geboren wurden. Auf diesen Missstand wollen wir mit unserem goldenen Penis hinweisen. Er soll symbolisieren, dass Männer* aufgrund ihres Geschlechts zahlreiche Privilegien haben, zum Beispiel eben einen besseren Lohn.***
Der Kampf für die Lohngleichheit ist unser aller Kampf – egal ob Mann, Frau, dazwischen oder ausserhalb. Wir wissen, dass allen Arbeitenden in unserem kapitalistischen System nicht das ausbezahlt wird, was
sie tatsächlich geleistet haben. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass wir alle zusammenstehen und gemeinsam für die Rechte der Frauen* kämpfen – im Bewusstsein, dass wir alle ausgebeutet und gegeneinan- der ausgespielt werden.
Die Kapitalist*innen hetzen uns bewusst gegeneinander auf: Uns wird weisgemacht, die einen verdienen weniger, aufgrund des hohen Lohns der anderen. Doch während wir uns untereinander streiten und bekämp- fen, machen Kapitalist*innen weiter Profit auf unsere Kosten. Nur wenn wir geeint zusammenstehen und all die hässlichen Entstellungen des Kapitalismus – Sexismus, Rassismus, Hunger, Armut etc. – gemeinsam bekämpfen, können wir eine bessere Zukunft bauen.
Lohngleichheit sollte selbstverständlich sein – es gibt kein einziges stichhaltiges Argument dagegen. Doch trotz jahrzehntelangem Kampf scheint diese simple Forderung nicht realisierbar. Dieses System hat uns nichts mehr zu bieten – werfen wir es mitsamt seinen dreckigen Auswüchsen – wie der Unterdrückung der Frau* – auf den Müllhaufen der Geschichte!

***: Uns ist natürlich bewusst, dass nicht alle Männer* einen Penis haben. Jedoch haben gerade Cis-Männer in unserer Gesellschaft die al- lermeisten Privilegien, auf dies möchten wir mit dem goldenen Schwanz hinweisen.

Schweizer Waffen, Schweizer Geld, morden jetzt in aller Welt!

Gestern fand in Bern eine Demonstration gegen den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der Türkei auf Afrin statt. Auch die JUSO Stadt Bern beteiligte sich an dieser Demonstration, um ihre Solidarität mit den Menschen in Afrin auszudrücken. Die friedliche Demonstration wurde gewaltsam von der Polizei aufgelöst.

Während in Afrin Menschen an Leib und Leben bedroht werden, schweigt die internationale Gemeinschaft, inklusive die Schweiz, dezidiert weiter. Jérémie Reusser, Vorstandsmitglied der JUSO Bern sagt: “Europa profitiert davon, dass der Diktator Erdogan die Grenzen für Flüchtende geschlossen hält und bleibt aufgrund dessen untätig. Zudem bereichern sich die schweizerischen und europäischen Waffenindustrien direkt aufgrund des Todes von Menschen.”

Die Völkerrechtswidrige Invasion bedient sich hierbei islamistischer Organisationen, welche dadurch direkt unterstützt werden. Es drohen dadurch ethnische Säuberungen der Jesid*innen-Minderheit. Durch die Kämpfe wurden 300’000 Menschen vertrieben, die auch aus Aleppo in das bisher als sicher geltende Afrin geflohen waren.

Besonders stossend: Der Westen, insbesondere die USA, profitierte im Kampf gegen IS / Daesh direkt von kurdischen Milizen, welche nun aufgrund übergeordneter kapitalistischen Interessen Erdogan ausgeliefert sind. Michael von Bergen, JUSO Bern sagt dazu: “Keine Sanktionen werden gegen die Türkei verhängt, geschweige denn jegliche Kritik an Erdogan geäussert. Erdogan geniesst infolgedessen einen uneingeschränkten Handlungsspielraum bei der Vernichtung des gesellschaftlichen Projektes Rojava.”

An der gestrigen Demonstration stellte sich die Kantonspolizei auf die Seite der Terrorist*innen, Erdogans und des Kapitals. Sachbeschädigungen wurden als Vorwand genutzt, um die öffentliche Debatte um Afrin und die geopolitische Lage im Nahen Osten abzulenken.

Reto Nause betreibt hierbei aktive Desinformation und versucht den Demonstrierenden die politischen Botschaften abzusprechen, in dem er die friedliche Demonstration im Lichte des polizeilichen Angriffs als gewaltbereit einstufte. Tatsächlich liessen sich die Demonstrierenden in keiner Weise von den Einsatzkräften provozieren.

Die JUSO Stadt Bern spricht ihre Solidarität für die kurdischen Kämpfenden in Rojava aus und verurteilt sämtliche Angriffe gegen dieses Gesellschaftsprojekt.

Long live Afrin, long live Rojava, free Kurdistan!