Autor-Archiv für Lisa Witzig

Solidarität mit der Pride in Istanbul!

Am Sonntag dem 1. Juli sollte eine Pride in Istanbul stattfinden. Queere Menschen wollten friedlich durch die Strassen ziehen und zeigen, dass es auch Menschen gibt die nicht den konservativen Vorstellungen entsprechen. Doch die Regierung hat die Veranstaltung verboten, mit der Begründung sie könnte Ärger verursachen. Artikel ansehen

Lohnungleichheit beseitigen – Kapitalismus bekämpfen!

Auch im Jahr 2018 sind die Lohnunterschiede zwischen den Geschlech- tern noch immer massiv. Frauen* verdienen im Schnitt deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Dieser Zustand ist untragbar!
Frauen* verrichten auch heute noch einen gigantischen Teil der un- bezahlten Arbeit und verdienen auch sonst deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Männer* erhalten also mehr Lohn, alleine aus dem Grund, wie sie geboren wurden. Auf diesen Missstand wollen wir mit unserem goldenen Penis hinweisen. Er soll symbolisieren, dass Männer* aufgrund ihres Geschlechts zahlreiche Privilegien haben, zum Beispiel eben einen besseren Lohn.***
Der Kampf für die Lohngleichheit ist unser aller Kampf – egal ob Mann, Frau, dazwischen oder ausserhalb. Wir wissen, dass allen Arbeitenden in unserem kapitalistischen System nicht das ausbezahlt wird, was
sie tatsächlich geleistet haben. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass wir alle zusammenstehen und gemeinsam für die Rechte der Frauen* kämpfen – im Bewusstsein, dass wir alle ausgebeutet und gegeneinan- der ausgespielt werden.
Die Kapitalist*innen hetzen uns bewusst gegeneinander auf: Uns wird weisgemacht, die einen verdienen weniger, aufgrund des hohen Lohns der anderen. Doch während wir uns untereinander streiten und bekämp- fen, machen Kapitalist*innen weiter Profit auf unsere Kosten. Nur wenn wir geeint zusammenstehen und all die hässlichen Entstellungen des Kapitalismus – Sexismus, Rassismus, Hunger, Armut etc. – gemeinsam bekämpfen, können wir eine bessere Zukunft bauen.
Lohngleichheit sollte selbstverständlich sein – es gibt kein einziges stichhaltiges Argument dagegen. Doch trotz jahrzehntelangem Kampf scheint diese simple Forderung nicht realisierbar. Dieses System hat uns nichts mehr zu bieten – werfen wir es mitsamt seinen dreckigen Auswüchsen – wie der Unterdrückung der Frau* – auf den Müllhaufen der Geschichte!

***: Uns ist natürlich bewusst, dass nicht alle Männer* einen Penis haben. Jedoch haben gerade Cis-Männer in unserer Gesellschaft die al- lermeisten Privilegien, auf dies möchten wir mit dem goldenen Schwanz hinweisen.

Schweizer Waffen, Schweizer Geld, morden jetzt in aller Welt!

Gestern fand in Bern eine Demonstration gegen den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der Türkei auf Afrin statt. Auch die JUSO Stadt Bern beteiligte sich an dieser Demonstration, um ihre Solidarität mit den Menschen in Afrin auszudrücken. Die friedliche Demonstration wurde gewaltsam von der Polizei aufgelöst.

Während in Afrin Menschen an Leib und Leben bedroht werden, schweigt die internationale Gemeinschaft, inklusive die Schweiz, dezidiert weiter. Jérémie Reusser, Vorstandsmitglied der JUSO Bern sagt: “Europa profitiert davon, dass der Diktator Erdogan die Grenzen für Flüchtende geschlossen hält und bleibt aufgrund dessen untätig. Zudem bereichern sich die schweizerischen und europäischen Waffenindustrien direkt aufgrund des Todes von Menschen.”

Die Völkerrechtswidrige Invasion bedient sich hierbei islamistischer Organisationen, welche dadurch direkt unterstützt werden. Es drohen dadurch ethnische Säuberungen der Jesid*innen-Minderheit. Durch die Kämpfe wurden 300’000 Menschen vertrieben, die auch aus Aleppo in das bisher als sicher geltende Afrin geflohen waren.

Besonders stossend: Der Westen, insbesondere die USA, profitierte im Kampf gegen IS / Daesh direkt von kurdischen Milizen, welche nun aufgrund übergeordneter kapitalistischen Interessen Erdogan ausgeliefert sind. Michael von Bergen, JUSO Bern sagt dazu: “Keine Sanktionen werden gegen die Türkei verhängt, geschweige denn jegliche Kritik an Erdogan geäussert. Erdogan geniesst infolgedessen einen uneingeschränkten Handlungsspielraum bei der Vernichtung des gesellschaftlichen Projektes Rojava.”

An der gestrigen Demonstration stellte sich die Kantonspolizei auf die Seite der Terrorist*innen, Erdogans und des Kapitals. Sachbeschädigungen wurden als Vorwand genutzt, um die öffentliche Debatte um Afrin und die geopolitische Lage im Nahen Osten abzulenken.

Reto Nause betreibt hierbei aktive Desinformation und versucht den Demonstrierenden die politischen Botschaften abzusprechen, in dem er die friedliche Demonstration im Lichte des polizeilichen Angriffs als gewaltbereit einstufte. Tatsächlich liessen sich die Demonstrierenden in keiner Weise von den Einsatzkräften provozieren.

Die JUSO Stadt Bern spricht ihre Solidarität für die kurdischen Kämpfenden in Rojava aus und verurteilt sämtliche Angriffe gegen dieses Gesellschaftsprojekt.

Long live Afrin, long live Rojava, free Kurdistan!

Tamara Funiciello in den Grossen Rat gewählt

Im heute abgeschlossenen Grossratswahlkampf verhalf die JUSO Stadt Bern der SP zu einem Zuwachs von einem Sitz und zeitgleich zum zweitbesten Ergebnis ihrer Geschichte. Mit diesem Sieg erhält Tamara Funiciello neu einen Sitz im Grossen Rat.

Mit einer konsequent linken, antikapitalistischen Politik erreichte die JUSO einen Anteil von 1.9% in der Stadt Bern. Im Wahlkampf wurden verschiedene Themen erfolgreich platziert. So setzte sich die JUSO für integrative Asylpolitik, gegen polizeiliche Repression, gegen den Abbau und für eine gerechte Steuerpolitik ein.

Mit Tamara Funiciello gewinnt die JUSO Stadt Bern zusätzlich eine Vertretung im Grossen Rat. Seit Oktober 2016 ist die JUSO ebenfalls mit zwei Sitzen im Stadtrat vertreten. Auch in Zukunft wird sich die JUSO weiterhin ausserhalb der Parlamente und auf den Strassen für eine solidarische und freie Gesellschaft einsetzen.

Mit der neuen Vertretung im Grossen Rat schliesst sich die JUSO der Opposition gegen die ruinöse bürgerliche Politik des Kantons an. Resultat dieser Politik waren massive Kürzungen in Bildung, Sozialem, Gesundheitswesen und allen weiteren staatlichen Tätigkeitsbereichen, welche durch Steuergeschenke an Reiche und Unternehmen ausgelöst wurden.

Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:
Tamara Funiciello: 079 390 73 44
Jérémie Reusser: 077 427 95 82, jeremie@jusobern.ch

JUSO weiterhin auf Erfolgskurs

Medienmitteilung zur Berner Stadtratssitzung des 8. März 2018
Am 8. März hat der Berner Stadtrat einer Motion der JUSO mit 33 Stimmen
zugestimmt. Diese beabsichtigt, den Frauen* in der Berner Stadtverwaltung einen
freien 8. März zu gewährleisten. Ziel der Motion ist ein Zeichen zu setzen, bis endlich
die Lohngleichheit erreicht wird. Noch immer werden Frauen* systematisch
diskriminiert: Bei gleichwertiger Leistung erhalten sie weiterhin weniger Lohn als
Männer*. In der Stadtverwaltung beträgt dieser unerklärte Lohnunterschied weiterhin
1.8 %.

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Aktion gegen Repression wird mit Repression beendet

Am Dienstag den 27. Februar machte die JUSO Stadt Bern eine Aktion gegen Repression und gegen das neue Polizeigesetz. Vorher hatten wir uns eine Bewilligung für den Waisenhausplatz geholt. Die Aktion war friedlich. Zu Beginn sind zwei Polizist*innen zu uns gestanden, haben uns erklärt, in welcher Zone wir sein dürfen. Danach sind die beiden gegangen aber die ganze Zeit über wurden wir überwacht. Artikel ansehen

Neun Forderungen für die Zukunft

Die JUSO Stadt Bern hat an der Vollversammlung am fünften Februar neun Forderungen beschlossen, welche wir gerne in den nächsten 100 Jahren verwirklichen würden.

Analog zu den neun Forderungen, welche vor hundert Jahren beim Generalstreik erreicht werden sollten, haben wir uns dazu entschieden, ebenfalls neun Forderungen auszuarbeiten, welche wir längerfristig umsetzen möchten. Diese lauten:

  • Bezahlter Menstruationsurlaub; jede Frau* hat während der Menstruation Urlaub. Keine soll dazu gezwungen sein, mit Schmerzen zur Arbeit zu gehen.
  • Gratis Wohnraum
  • Bezahlte Carearbeit
  • Werbeverbot im öffentlichen Raum
  • Verstaatlichung der Grosskonzernen
  • Personen- und Niederlassungsfreiheit; alle, die in der Schweiz wohnen wollen dürfen das. Bedingungslos.
  • Arbeitszeitreduktion bei gleichbleibendem Lohn
  • Gratis Sozialversicherungen; Versicherungen, wie AHV, IV und die Krankenkasse werden über (progressive) Steuern statt Lohnprozente oder Beiträge finanziert und alle haben Zugang.
  • Gratis ÖV

Wir werden nun versuchen, diese Ziele zu erreichen und zudem diese Forderungen der Jahresversammlung der JUSO Schweiz unterbreiten, um in deren Forderungen aufgenommen werden.

Für mehr Freiraum statt Kommerz

Die Kitag-Kinos in der berner Altstadt werden bald geschlossen. Die JUSO Stadt Bern sieht darin eine Chance, die Räume nicht kommerziell zu nutzen und mehr Freiraum für alle zu schaffen.

In Bern herrscht schon seit langem ein Problem: Vor allem in der Altstadt gibt es viel zu wenig Räume, die ohne Profitgedanken genutzt werden. Längst nicht alle können es sich leisten, regelmässig Lokale, in denen Konsumzwang herrscht zu besuchen. Es ist daher dringend nötig, mehr Freiraum zu schaffen, gerade auch im Zentrum der Stadt. Artikel ansehen