Friede den Hütten – Krieg den Palästen

22.02.2017

Die Effingerstrasse 29 wurde heute von der Polizei geräumt. Die JUSO Stadt Bern ist entsetzt über das brutale und unverhältnismässige Vorgehen der Polizei.
Die Juso Stadt Bern kritisiert das heutige Verhalten der Polizei scharf. Wiederholt wurde eine friedliche Aktion, ohne alternative Möglichkeiten auszuloten - oder die Besetzerinnen einfach in Ruhe zu lassen, von der Polizei brutal auseinandergenommen.
Die „Effy 29“ war ein leerstehendes Gebäude, dem auf friedliche und fröhliche Art und Weise Leben eingehaucht wurde. Niemand störte sich daran, niemand wurde verletzt oder geschädigt - Bis heute. Muriel Graf, Vorstandsmitglied der JUSO Stadt Bern sagt: "Die Polizei hat zum x-ten Mal auf brutale Weise zugeschlagen - es wurde weder verhandelt noch versucht locker zu bleiben.“ Die JUSO Stadt Bern wird den Gedanken nicht los, dass mit solchen Aktionen von Seiten der Polizei versucht wird, das Eigene Team ohne Rücksicht auf die Gesellschaft bei Laune zu halten.
Die JUSO Stadt Bern fordert von der Kapo Bern eine Erklärung für ihr Verhalten und eine detaillierte Beschreibung ihres Vorgehens im Haus und von dem Behandeln der Besetzerinnen. Ausserdem fordern wir weiterhin vehement eine unabhängige Ombudsstelle.
Die anhaltende Welle von Besetzungen in der ganzen Stadt Bern ist ein klares Zeichen dafür, dass die Stadt Bern in der Pflicht steht, vermehrt günstigen Wohnraum anzubieten. So meint Barbara Keller, Vorstandsmitglied der JUSO Stadt Bern: „RGM hat die Mehrheit im Gemeinderat wie auch im Stadtrat. Es liegt dementsprechend am Bündnis, Vorschläge für eine sozialere Wohnungspolitik auszuarbeiten, die der prekären Situation von heute entgegenwirken.“
Solidarität mit Effy 29!