Menschenfeindliche Architektur hat in dieser Stadt keinen Platz!

27.10.2026

JUSO Stadt Bern unterstützt Aktion gegen menschenfeindliche Architektur

Unbekannte Aktivist*innen versuchten in der vergangenen Nacht Armlehnen von Bänken vor der Heiliggeistkirche zu entfernten, um auf menschenfeindliche Architektur aufmerksam zu machen. Die JUSO Stadt Bern unterstützt die Aktion und die Forderung der Aktivist*innen: Die Stadt Bern muss jegliche Formen menschenfeindlicher Architektur abbauen. Gleichzeitig bleibt klar: Obdachlosigkeit muss als strukturelles Problem der kapitalistischen Marktwirtschaft begriffen und auch als solches bekämpft werden.

In der Nacht vom 26. auf den 27. Oktober haben unbekannte Aktivist*innen versucht Armlehnen von Bänken vor der Heiliggeistkirche in Bern zu entfernt – dies zeigen entsprechende Aufnahmen, die der JUSO Stadt Bern vorliegen. Mit dieser Aktion wollen die Aktivist*innen auf menschenfeindliche Architektur in der Stadt Bern aufmerksam machen; also auf Bauweisen im öffentlichen Raum, die bewusst darauf ausgelegt sind, den Aufenthalt von obdachlosen oder suchtkranken Personen zu verhindern.

«Menschenfeindliche Architektur hat in der Stadt Bern keinen Platz. Statt soziale Probleme wie Wohnungslosigkeit oder Suchterkrankungen ernsthaft anzugehen, führt defensive Architektur zur Verdrängung und Isolation schutzbedürftiger Menschen und damit zu einer weiteren Verschärfung für die betroffenen Personen», erklärt Jo Nogueira de Sá, Co-Präsident*in der JUSO Stadt Bern.

Die JUSO Stadt Bern unterstützt die Aktion und die Anliegen der Aktivist*innen. Sie fordert die Stadt Bern unmissverständlich dazu auf, sämtliche öffentliche Infrastruktur zu überprüfen und menschenfeindliche Architektur schnellstmöglich zu beseitigen. Gleichzeitig brauche es jedoch weitergehende politische Massnahmen: «Obdachlosigkeit ist das Resultat eines Wirtschaftssystems, das Profit über menschliche Grundbedürfnisse stellt. Sie ist eine direkte Folge des kapitalistischen Wohnungsmarktes – wollen wir sie bekämpfen, müssen wir unweigerlich die Systemfrage stellen», stellt Jascha Gysin, Vorstandsmitglied der JUSO Stadt Bern, klar.

Für Rückfragen
Jo Nogueira de Sá, Co-Präsident*in JUSO Stadt Bern, 079 327 87 18
Jascha Gysin, Vorstandsmitglied JUSO Stadt Bern, 079 432 52 80
Jael Seiler, Vorstandsmitglied JUSO Stadt Bern, 076 283 26 20