«Unsere Zukunft wird kaputtgespart»: Aufruf zum Jugendstreik am 20. November in Bern
Am 20. November findet ein internationaler Schüler*innen-, Lernenden- und Studierendenstreik gegen Militarisierung und Sparpolitik statt. Auch in Bern organisiert ein breites Bündnis dezentrale Streikaktionen und eine bewilligte Demonstration. Die Besammlung beginnt um 17.30 Uhr auf dem Münsterplatz. Gemeinsam fordern die Beteiligten Investitionen in Bildung, Klimaschutz und soziale Sicherheit statt in militärische Aufrüstung.
Während für militärische Aufrüstung Milliarden bereitgestellt werden, fehlt das Geld angeblich bei Bildung, Klimaschutz und sozialer Sicherheit. Gegen diese politischen Prioritäten wehren sich junge Menschen am 20. November in ganz Europa. Unter dem Motto «Fight for our future, not their wars!» organisieren sie sich über Landesgrenzen hinweg gegen Militarisierung und Austeritätspolitik.
Auch in Bern haben sich Jugendorganisationen, Parteien, Gewerkschaften, Kollektive und Einzelpersonen zu einem lokalen Streikkomitee zusammengeschlossen. Dieses ruft alle jungen Menschen am Nachmittag des 20. Novembers zum Streik und zur Teilnahme an der Abenddemonstration in Bern auf. Um 17.30 Uhr beginnt die Besammlung auf dem Münsterplatz. Anschliessend zieht eine gemeinsame Demonstration durch die Berner Innenstadt zur Schützenmatte. Dort findet eine Schlusskundgebung mit Reden und Musik statt.
«Wir gehen auf die Strasse, weil unsere Zukunft auf dem Spiel steht. Junge Menschen brauchen eine gute Ausbildung, bezahlbaren Wohnraum und soziale Sicherheit. Statt Perspektiven zu schaffen, spart die Politik ausgerechnet bei unserer Zukunft», sagt Jael Seiler, Mitorganisatorin des Jugendstreiks Bern.
Ein grosser Teil der momentanen medialen Berichterstattung zum Schweizer Jugendstreik versucht, die Bewegung als gewaltbereit darzustellen und zu diskreditieren: «Statt ihre Politik zu rechtfertigen, befeuern die SVP und die FDP dieses Narrativ der bürgerlichen Medien weiter. Damit wollen sie unseren Protest delegitimieren, der sich direkt gegen ihre Politik wendet. Sie sollen erklären, weshalb für Rüstungskonzerne Milliarden bereitstehen, während unsere Zukunft kaputtgespart wird. Wer Politik für Profite statt für Menschen macht, muss mit Widerstand rechnen», stellt David Rietzler, Co-Präsident der JUSO Stadt Bern und Mitglied des lokalen Streikkomitees, klar: «Wir lassen uns weder einschüchtern noch zum Schweigen bringen. Am 20. November gehen wir für unsere Zukunft auf die Strasse!»
Das lokale Streikkomitee Bern wird unterstützt durch:
JUSO Kanton Bern, Klimastreik Bern, Grünes Bündnis Bern, JUSO Thun Berner Oberland, Feministisches Streikkollektiv Bern, Junge Grüne Kanton Bern, Junge Alternativ JA!, JUSO Biellingue, Feministisches Hochschulkollektiv, Alternative Linke Bern, JUSO Mittelland-Süd, Kommunistische Jugend Bern, Partei der Arbeit Bern, Bewegung für Sozialismus Bern, JUSO Stadt Bern
Für Rückfragen:
- David Rietzler, Mitglied Streikkomitee Jugendstreik Bern, Co-Präsident JUSO Stadt Bern: Tel. 076 476 72 22
- Jael Seiler, Mitglied Streikkomitee Jugendstreik Bern, Vorstandsmitglied JUSO Stadt Bern: 076 283 26 20