Ausgangssperre nicht geknechtet!

Bern brennt weiter, jetzt auch in Wohlen, die Ideen für repressive Massnahmen lodern geradezu in den Köpfen mancher Gemeinderäte. Am Dienstag Abend traf sich Wohlens Jugend vor dem Gemeindehaus. Man sprach bei Tee und Bratwurst über das neue Polizeiregelement. An diesem Abend forderten die Jugendlichen die Gemeinderäte und den Gemeindepräsidenten Eduard Knecht zu mehr Dialog auf.

Das neue Polizeiregelement, wovon die Rede ist, verbietet Jugendlichen unter 12 Jahren abends(ohne Begründung) den Aufenthalt im Freien. Ebenso ermöglicht es die Erstellung von Videoüberwachungsanlagen an öffentlichen Plätzen sowie in öffentlichen Gebäuden, Aufenthaltsverbote und den Einsatz von privaten Sicherheitsdiensten anstelle der Polizei. Durch die scheinheiligen Argumente des Gemeindepräsidenten und durch seltsame Geschichten, die in der Gemeinde mit insgesamt 15’018 EinwohnerInnen kursieren, werden diese Massnahmen in unzureichendem Masse gerechtfertigt. Für Jugendliche bedeutet dies ein absoluter Vertrauensentzug, nicht nachhaltige Problembekämpfung und vor allem der Verlust des Dialogs zwischen Jung und Alt. Selbstverständlich setzt sich die JUSO zur Wehr und hat deswegen die Sektion Wohlen bei ihrem Aufmarsch unterstützt. Diese Ungerechtigkeit darf nicht weitergehen, der Konflikt kann nicht totgeschwiegen werden und vor allem lässt sich die Jugend nicht mehr über deren Köpfe hinweg zu

gesellschaftlich Minderwertigen degradieren.

Wir werden uns wehren, wir werden nicht schweigen

sondern dieser Politik einheizen!

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