Ja zur erleichterten Einbürgerung der dritten Generation!

Am heutigen Sonntag zeigte sich die JUSO Stadt Bern auf dem Bundesplatz, um für ein Ja zur erleichterten Einbürgerung am 12. Februar zu werben. Ein riesiger Schweizerpass, als Symbol für Mitbestimmung in unserer Demokratie, ragte vor dem Bundeshaus auf, bis die Aktivist_innen von der Polizei gebeten wurden, den Platz zu verlassen.
Die Abstimmungsvorlage hat zum Ziel, dass Ausländerinnen und Ausländer der dritten Generation einfacher als bisher eingebürgert werden können. Passanten und Passantinnen sollten darauf aufmerksam gemacht werden, wie unangemessen die Einbürgerungsbedingungen für Ausländer_innen der dritten Generation bis heute sind. Schliesslich stellen diese Bedingungen eine grosse Hürde für die Menschen dar. Der Prozess der Einbürgerung verursacht Unkosten und beansprucht einen enormen Zeitaufwand. Viele Lohnabhängige können es sich daher gar nicht erst leisten, den Weg der Einbürgerung zu gehen.
Muriel Graf, Vorstandsmitglied der JUSO Stadt Bern sagt: «Dass überhaupt zwischen Menschen mit Schweizerpass und Menschen die keinen besitzen, unterschieden wird, ist ein abzulehnendes System. Schliesslich haben Menschen mit einem Schweizerpass mehr Rechte, obwohl „Nicht-Schweizer_innen“ ebenso viele Steuern zu zahlen haben und genau gleich ein Teil unserer Gesellschaft sind». Weiter sagt Vera Diener, ebenfalls Vorstandsmitglied der JUSO Stadt Bern: «Wenn wir am 12. Februar gemeinsam Ja zur erleichterten Einbürgerung sagen, erreichen wir wenigstens, dass einigen Menschen dieser komplizierte Weg zum Schweizerpass, und somit zu gleichen Rechten, erleichtert wird».
Die Aktion der JUSO Stadt Bern vom Sonntag, dem 5. Februar, hatte zum Ziel, diese Ungerechtigkeit aufzuzeigen.
Die JUSO Stadt Bern findet es begrüssenswert, dass zumindest für die dritte Generation von Ausländer_innen gewisse Steine aus dem Weg geräumt werden, ist jedoch weiterhin der Meinung, dass es nach wie vor nicht reicht, nur Symptombekämpfung zu betreiben und fordert, dass das Einbürgerungsverfahren für alle Menschen angepasst wird.

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